Es gibt 6000 verschiedene gesprochene Sprachen. Die Körpersprache ist die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird und Menschen verbindet. Wussten Sie, dass wir zu etwa 80% über unsere Körpersprache kommunizieren? Die Körpersprache unseres Gegenübers verrät uns mehr als Worte. Mit Worten können wir vielleicht jemanden täuschen, aber wen überzeugen wir schon mit einem unechten Lachen? Ob wir wollen oder nicht,- unser Körper verrät wahre Gefühle und Gedanken. Körperhaltung, Gestik und Mimik richtig zu verstehen, kann von grossem Vorteil sein und wenn wir wissen, wie die eigene Körpersprache in bestimmten Momenten einzusetzen, kann das sogar Wunder wirken. Bitte lächeln! Ein Lächeln ist die einfachste mimische Geste und zugleich die Garantie für eine sympathische Ausstrahlung. Wichtig dabei ist, dass das Lächeln echt ist. Denn nur so wird es ehrlich wahrgenommen. Ziehen Sie also nicht einfach nur die Mundwinkel nach oben, sondern lächeln Sie mit dem ganzen Gesicht. Hochgezogene Wangen, Fältchen um die Augen, die das Lächeln begleiten, sind ein Zeichen echter Freude. Mit einem Lächeln begegnen Sie Ihren Mitmenschen freundlich und offen, Sie signalisieren persönliches Interesse und wirken vertrauenswürdig. Ein Lächeln gewinnt Menschen!
Der erste Eindruck zählt! Diesen Satz haben sicher alle schon gehört und auch bereits festgestellt, dass diese Äusserung nicht aus der Luft gegriffen ist. Nach nur wenigen Sekunden bilden wir uns ein Urteil über einen Menschen, der uns bisher fremd war. Der erste Eindruck entscheidet über Sympathie oder Antipathie. Es wundert also nicht, dass die Bedeutung der Körperhaltung und der Ausstrahlung beim ersten Treffen nicht unterschätzt werden darf. Allein schon mit unserem Händedruck hinterlassen wir bestimmte Signale. Ein fester Händedruck lässt beispielsweise auf einen ebenso festen, selbstsicheren Charakter schliessen. Ein lahmer Händedruck, bei dem die Finger nicht gestreckt werden und die andere Hand nicht richtig gegriffen wird, deutet dagegen auf einen unsicheren Menschen hin. Achten Sie bei der Begrüssung unbedingt auch darauf, die Distanzzone Ihres Gegenübers zu respektieren. Folgende Distanzzonen werden unterschieden:
Intime Distanz: Die intime Distanzzone reicht vom direkten körperlichen Kontakt bis zu einer Entfernung von ca. 60cm. Unter Fremden ist das Eindringen in diese Intimzone unschicklich.
Persönliche Distanz: Diese Zone bewegt sich zwischen ca. 60 bis 150cm, was der normalen Distanz zwischen zwei Gesprächspartnern entspricht.
Gesellschaftliche oder soziale Distanz: Die gesellschaftliche Distanz schliesst aus, dass man sich berührt. In dieser Zone von ca. 1,5 bis 4m werden unpersönliche Angelegenheiten erledigt.
Öffentliche Distanz: Diese Zone beginnt bei einem Abstand von ca. 4 m. Hier hört die persönliche Beziehung auf und man handelt als Einzelperson.
Durch die Art der Begrüssung können wir also einiges über unser Gegenüber erfahren und natürlich auch ein Bild von uns selber vermitteln. Wir können also von Anfang an als engagierte, kompetente und offene Person gegenübertreten. Gerade im Berufsleben ist ein souveränes Auftreten wichtig für den persönlichen Erfolg. Zeigen Sie also auch Haltung! Unsere Körperhaltung und die Art, wie wir stehen, sitzen oder gehen ist so etwas wie unsere eigene Visitenkarte. Überzeugen Sie daher in Gesprächen durch Ihre Sitzhaltung! Nehmen Sie den Stuhl, auf dem Sie sitzen ganz ein und sitzen Sie nicht nur auf der Stuhlkante. Damit auch die natürliche Gestik zur Geltung kommt, können Sie ab und zu die Arme locker auf die Stuhllehnen oder die Tischkante legen. Sie wirken so offener und aktiv. Achten Sie darauf, dass Sie die Hände nicht verknoten oder schüchtern zwischen den Beinen vergraben. Wenn Sie in Beckenbreite fest auf dem Boden stehen, die Brust etwas heben und geradeaus blicken – Ihren Körper also auf Spannung bringen, strahlen Sie ohne weiteres Selbstbewusstsein aus. Personen, die nie still stehen können, stocksteif sind oder sich gar hängen lassen, wirken kaum glaubhaft. Hier spüren wir Unentschlossenheit, Starrheit oder Lustlosigkeit. Um im beruflichen Alltag zu überzeugen spielt wie bereits erwähnt das Auftreten eine entscheidende Rolle, aber auch die Art wie wir etwas sagen wollen. In der Rhetorik ist entscheidend, dass das gesagte zur eigenen Person passt. Was nützen uns beste Fachkenntnisse, wenn wir nicht glaubhaft wirken. Kleidung und andere Massnahmen der Körpergestaltung gehören zum Bereich der bewussten nonverbalen Kommunikation und sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Fazit: Ein positiver erster Eindruck und eine, selbstbewusste Körperhaltung die Sympathie ausstrahlt, sind die beste Basis für Gesprächs- und Verhandlungssituationen. Vergessen Sie also nie: Sie wirken immer, die Frage ist nur WIE?